5. 0.5% des Pensionskassenkapitals für Startups

FDP.Die Liberalen fordert, dass 0,5% des Pensionskassenkapitals in die Finanzierung von Startups fliessen, um Innovation in der Schweiz zu stärken. Die Schweiz hat im internationalen Vergleich eine sehr hohe Sparquote. Das Zwangssparen über AHV, berufliche Vorsorge, Krankenkassen und Versicherungen führt zu einer Allokation der Gelder in risikoarme Anlagen. Doch eine Studie der ETH beweist: die Investition in Startups lohnt sich. Die Kapitalrendite der von der ETH betreuten Startups lag zwischen 1998 und 2007 im Durchschnitt bei 20-25% pro Jahr (1).

(1) Studie: The performance of Spin-off companies at the Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETH Zürich, 2008

40 Kommentare

  1. 1

    Sehr gute und wichtige Idee, Henri B. Meier von HBM Bioventures (früher CFO von Roche) kann Ihnen dazu ein interessantes Referat liefern, wie er es vor einiger Zeit bei den ETH Alumni tat.

    Man muss jedoch klar die sehr grossen Risiken sehen. Schauen Sie sich doch einmal an, wieviel die SUVA bereits in VC investiert und verlangen Sie vom (freisinnigen) Präsidenten einen Bericht zur erzielten Performance, zum Value at Risk und zu Erfahrungen. Schauen Sie sich auch die Verluste der Lehrerpensionskasse des Kantons Bern (und anderer öffentlicher PK) an. Herr NR Schneider Ammann kann Ihnen sicher auch vom einen oder anderen Schmerz zu den Investments in Miracle oder Mikron erzählen. Weitere Erfahrungen können bei der Sandoz und der Novartis Foundation abgeholt werden.

    Rumspielen mit PK-Geld kann jeder, und wenn nicht eine klare, risikoadjustierte und entsprechend sehr hohe Performance Vorgabe besteht (deutlich über 20%), dann wird dies ein sehr gefährliches Spiel.

    0,5% des PK-Kapitals sind etwa 3,5 Mrd. Franken. Dies ist ein sehr, sehr grosses Volumen. Wahrscheinlich gibt es bei weitem gar nicht genug sinnvolle Projekte, welche eine vernünftige Performance ermöglichen würden. Ein solches Volumen dürfte auf jeden Fall nur über eine lange Periode von 15-20 Jahren aufgebaut werden, d.h. etwa 200 Mio pro Jahr. Es müssten auch laufend Gewinne realisiert und abgeschöpft werden.

    Für die Betreuung der Projekte (Portfoliomanagement) wird ein grosser Mitarbeiterstab benötigt, da dies wesentlich personalintensiver ist, als ein paar Immobilien oder Obligationen zu verwalten. Zudem müssten für die Ventures vom Markt sehr viele, sehr erfahrene Startup Manager und Verwaltungsräte bereitgestellt werden. Die Private Equity und Venture Capital Firmen, die in den vergangenen 20 Monaten ins Schleudern gerieten, sind meist mit äusserst erfahrenen und professionellen Fachleuten bestückt, welche jedoch auch vom Markt überrumpelt wurden und in massivem Umfang Abschreibungen hinnehmen mussten.

  2. 2

    Finde ich eine sehr spannende und gute Idee. Viele junge Schweizer haben gute Ideen, wagen jedoch den Schritt in die Selbständigkeit noch zu wenig. Mit der guten Ausbildung und Infrastruktur könnte die Schweiz einer der spannendsten Innovationsstandorte weltweit werden. Eine klare staatliche finanzielle Unterstützung ist jedoch nur der erste Schritt. Gleichzeitig muss ein klares Zeichen von verschiedenen Stakeholdern (Politik, Akademie, Wirtschaft) gesetzt werden, dass Jungunternehmertum spannend, wertvoll und unterstuetzungswert ist.

    Was fuer ein grosses Potential Schweizer Startups haben zeigt Beispiel dieser Beitrag der NZZ
    http://www.nzz.ch/blogs/nzz_blogs/betablog/fast_ganz_oben_1.2980512.html

  3. 3

    Ich begruesse die Stossrichtung von Innovationsland Schweiz sehr.
    Es ist richtig, dass, wie Herr Kaufmann schreibt, Risikokapital-Investitionen nicht einfach sind (im Vergleich zu Anlagen in Immobilien), und es dazu erfahrene und qualifizierte Leute braucht.
    Wenn ich allerdings sehe wie auch CH-Banker - die gelten ja gemeinhin als Finanzprofis - mit vermeintlich sicheren Anlagen (verbriefte Papiere) sehr viel Geld in den Sand stecken, so meine ich, dass wir uns Dutzende bis wenige Hundert Millionen CHF pro Jahr fuer Investments in Start-Ups locker leisten koennen, selbst wenn wir diese Summe zu einem grossen Teil verlieren koennten (es braucht nicht einmal 0.5 Prozent der Pensionskassengelder: weniger Geld reicht, um die Schweiz zum Start-Up Paradies zu machen)!
    Selbst wenn von 10 Start-Up’s 3 zugrunde gehen und 6 Firmen nur mittelmaessig Rendite erzielen, ist ein Investment in Start-Up’s selten ganz fuer die Katz: Immerhin schaffen die mittelmaessigen Start-Ups noch Arbeitsplaetze, und das investierte Geld zirkuliert lokal, schafft wenigstens so Wirkung. Verlieren wir aber Milliarden mit auslaendischen, vermeintlich sicheren Junk-Papieren, so ist das Geld wirklich weg.
    Meine Erfahrung auf der bisher vergeblichen Geldsuche fuer ein Start-Up ist, dass Investitionen zwischen 0.1 Mio und wenigen Mio schwierig bis kaum zu finden sind. Hier muesste dringend eine Luecke geschlossen werden.
    Gut auch der Gedanke, in nachhaltige Projekte zu investieren. Ich stelle jedoch fest, dass es an Jungunternehmer-Coaches fehlt, die vom Thema Energie/Nachhaltigkeit etwas verstehen.
    (Fuer Life Science Projekte scheint es mehr kompetente Berater zu geben.) Waehrend man Ausbildungen fuer angehende Jungunternehmer schon anbietet, gibt es noch keine fuer Coaches und Berater. Hier muesste eventuell auch eine Luecke geschlossen werden.
    Noch ein Spartip: Vielleicht die Haelfte des Hochglanzpapier, das zwecks Unterstuetzung/Beratung/etc. von Jungunternehmern gedruckt wurde, und vielleicht die Haelfte der Berater, sollte man sich sparen. Es gibt hierzulande ein krasses Missverhaeltnis von gutem Willen, Jungunternehmer zu foerdern, und den effektiven Moeglichkeiten, sprich: Risikokapital. Lieber das Geld statt in Hochglanzprospekte und Berater direkt in junge Firmen investieren!
    Andreas Fuchs, Bern

  4. 4

    Idée très intéressante. J’ai deux points - un point sur le montant et un point sur la mise en oeuvre de cette mesure qui m’amène à une proposition complémentaire:

    1) Est-ce que les 0.5% sont assez ambitieux? Quel est l’allocation d’actif aujourd’hui des caisses de pension dans des fonds VC? Si 0.5% représente 3.5 Mia de stock à investir cela veut dire ~0.1% du PIB en flux par année (sur 7 ans qui est la durée d’un cycle d’investissement). Ce n’est pas énorme. Nous devrions avoir comme ambition d’arriver au-dessus ou au moins au même niveau que les USA en terme d’investissement dans les start-up en pourcentage du PIB.

    2) J’imagine que les caisses de pension n’investiraient pas directement dans les start-ups mais passeraient par des investissements dans des fonds de Venture Capital? Je vois en effet mal les caisses de pension se transformer en business angel/VC. Il y a cependant 2 points auxquels faire attention :
    a) les fonds de VC pourront investir hors de Suisse donc cette disposition ne serait pas forcément efficace à 100%. A moins de mettre des contraintes mais cela me parait difficile

    b) étant donné les montants en jeu, cette argent ira dans des fonds de VC principalement. Hors le trend en VC est qu’il bouge leur investissement un peu plus tard dans le cycle de vie de la start-up (en tout cas dans le secteur web que je connais). Il y aurait donc un “gap” pour la phase d’amorçage (seed phase). Celle-ci est typiquement financer par des business angels.
    D’où une proposition complémentaire: permettre des déductions d’impôts (revenu et/ou fortune) aux particuliers qui investissent dans des start-ups. Cela se fait en France et cela a créer un vrai marché du business angels. Bien sûr les puristes diront que c’est créer des distorsions de marché en avantageant les start-ups en tant qu’actif. Je suis d’accord mais c’est le propre du politique que de mettre des priorités.

    Julien Wallen

  5. 5

    Solche Ecklösungen und Zwangsmassnahmen sind per se ineffizient. Besser ist die Liberalisierung des BVG-Wesens. Wenn die Sparer ihre Kassen frei wählen können, werden diese ihre Anlagepolitik verbesseren müssen. Wenn Innovation hohe Renditen verspricht - was zutreffen dürfte -, dann wird damit mehr Kapital für Innovation frei - ohne Zwang. Und soviel, wie sinnvoll eingesetzt werden kann.

    Dieser Vorschlag gleicht der heute etatistischen FDP…

  6. 6

    Kann Markus Saurer nur beipflichten.

  7. 7

    Die Pensionskassen können heute bereits ohne weiteres solche Anlagen - auch in höherem Ausmasse - tätigen. Allerdings auf freiwilliger Basis und in Abstimmung auf die von den Stiftungsräten erarbeitete Anlagestrategie, die der finanziellen Lage der Pensionskassen rechnung trägt.
    Ein Obligatorium für solche Anlagen wäre meines Erachtens eine Zweckentfremdung und teilweise Veruntreuung von Pensionskassenvermögen und enthält Wesenszüge einer Sondersteuer auf Pensionskassenvermögen.

    Wenn der Bund Start-up’s oder was auch immer fördern will (z.B. Umwelttechnologien, Forschungsplatz) dann soll er das mit eigenen Mitteln offen tun, die er über Steuern einnimmt. Dabei gehören solche Förderprogramme durchaus zu den primären Aufgaben des Staates, die er in anderen Bereichen, wie etwa Exportrisikogarantie oder Hochschulbildung, bereits wahrnimmt.
    Wenn für den Staat dann noch eine gute Rendite dabei herausschaut - umso besser.

  8. 8

    Sorry für die direkte Sprache: Dies ist der grösste Blödsinn! Bitte mit den PK-Geldern nur keine Wirtschaftspolitik treiben. Als Nächstes fordern die Grünen, dass mit diesen Geldern grüne Technologie gefördert werden, und die Roten, dass Investitionen ins Bildungswesen getätigt werden. Ich bin kein ordnungspolitischer Purist, aber hat denn niemand mehr ein Rückgrat in unserer Parteileitung? Die PK-Gelder sind dazu da, die Pensionen fürs Alter zu sichern und nicht, um damit Wirtschaftspolitik zu betreiben! Hände weg von den PK-Geldern.

  9. 9

    Da kann ich Ihnen Herr Betschart nur beipflichten.

  10. 10

    Grundsätzlich bin ich am Thema Private Equity interessiert und habe auch schon entsprechende Investitionen in der Schweiz vorgenommen. Ich begrüsse daher Versuche dies in der Schweiz sinnvoll zu fördern.

    Als ehemaliger PK-Manager einer grösseren Kasse, kann ich aber nur davor warnen, weitere Anlagevorschriften/-einschränkungen zu kreieren. Im Gegenteil, sollten die Vorschriften liberaler gestaltet werden um die besten Risiko-/Renditeerwartungen als treibende Kräfte für die entsprechende Zusammensetzung der Portfolios zu fördern. Es kann hier gesagt werden, dass jede künstliche Einschränkung das Risiko-/Renditeverhältnis negativ beeinflussen kann und unter normalen Umständen auch entsprechend wirkt. Der Zwang ca. CHF 3 Mia in einheimische Startups zu investieren, führt unter Garantie zu einer Fehlallokation der Resourcen. Das viele Geld würde auf eine begrenzte Anzahl von Firmen treffen, was den Preis erhöhen und damit die Renditeerwartung senken würde. Überall wo viel Geld auf ein begrenztes Angebot trifft, treten auch entsprechende Trittbrettfahrer auf, sei es durch ein künstlich kreiertes Angebot oder durch teure Vermittlung der begrenzten Anzahl Firmen. Es kann auch kann klar gesagt werden, dass das entsprechende „Know-How“ normalerweise bei den Pensionskassen fehlt, mithin also teure Vermittler nötig werden. Bei unserer Kasse haben wir glücklicherweise nur in einem sehr begrenzten Ausmass Investitionen in Schweizer Startups vorgenommen. Spasseshalber habe ich bei der erzielten Rendite davon gesprochen, dass ich persönlich durch den Lehrneffekt, wohl am meisten profitiert habe, die Rendite auf den Aktienanlagen, war aber, bei geringerem Aufwand, klar besser.

    Wenn schon die Renditen der Förderung von Startups so lukrativ sein soll, wie von Ihnen suggeriert, muss sich doch jemand anders dafür finden lassen. Ausserdem erlaubte die von der Studie untersuchte Phase von 1998 – 2007, die ausgezeichneten Durchschnittsrenditen von 20 – 25%, da der Exit oder die Bewertungen auf ein sehr gutes Umfeld trafen. Es ist ganz klar, dass die entsprechenden Renditen seither tiefer, wenn nicht sogar negativ waren; wenn überhaupt ein Käufer gefunden werden konnte. Ganz klar bedingt die Investition in Startups eine professionelle Organisation, die nicht nur den Aufbau der Firma begleitet, sondern auch das Geschäftsfeld sehr gut kennt.

    Die PK Gelder gehören den Versicherten und die Anlagen sollten entsprechend von diesen – und niemandem anderen - kontrolliert werden.

  11. 11

    Wie kann man nur auf eine solche Idee kommen. Der Ansatz kann wohl gut sein, aber diesbezüglich (Anlageverhalten) entscheiden soll und darf nur die Vorsorgeeinrichtung. Das oberste Organ trägt die volle Verantwortung. Wenn nun von der Politik bzw. der Gesetzgebung solche Vorstösse kommen, müssten sie auch eine Mit-Verantwortung tragen. Sonst möchte ich nicht Stiftungrat sein. Allenfalls haben Bankinstitute diese volkswirtschaftliche Verantwortung zu tragen, aber sicher nie eine Vorsorgeeinrichtung. Hierzu empehle ich auch den Kommentar von Dr. Werner C. Hug in der Ausgabe Nr. 13 “Soziale Sicherheit”

  12. 12

    Die Idee „0.5% des Pensionskassenkapitals für Startups“ richtig umgesetzt hat ein gewaltiges Potential bei einem minimalen staatlichen Eingriff. Ein Experiment, das wir unbedingt wagen sollten.

    Die bisherige Diskussion ist bisher zu sehr auf die Optik der Pensionskassen und den Renditeerwartungen fokussiert – zuwenig auf die zu erwartende oder erhoffte volkswirtschaftliche Wirkung.

    Der Mensch neigt grundsätzlich zum bewahren und ist abgeneigt gegenüber jeglichen Veränderung (das haben diverse soziologische Studien eindrücklich gezeigt). Was wir aber aus der Finanzkrise lernen sollten ist, dass wir nichts mehr fürchten müssen als mächtige zu Selbstherrlichkeit neigende Organisationen! Dies sollte eigentlich keine neue Erkenntnis sein – die Geschichte lehrt uns leider nur zu oft, wozu die Macht einer straff geführten grossen Organisationseinheit führt. Dieses Misstrauen gegenüber mächtigen Organisationen, ist im Gründungsmythos der Schweiz tief verwurzelt und gehört elementar zum liberalen Gedankengut und zur Idee „Schweiz“.

    Die Schweizer Wirtschaft ist dann stark, wenn Sie proaktiv dazu herausgefordert wird, sich immer wieder neu zu erfinden, umzubauen, zu verändern. Diese Erkenntnis hat auch zum modernen Kartellrecht geführt.

    Wir sind stark in der Grundlagenforschung. Alleine die Nobelpreisdichte zeigt dies eindrücklich. Die Schweiz hat aber Defizite, wenn’s um die Umsetzung in kommerzielle Produkte geht. Verglichen mit den USA, ist der Venturkapitalmarkt für Start-ups praktisch inexistent und jeder, der bereits mehrmals Venturkapital gesucht hat, dürfte bestätigen, dass von einem „Markt“ zu sprechen schlicht weg vermessen ist. Ideen sind sehr viele vorhanden, ob sie gut sind, können abschliessend nur die Märkte beantworten - leider schaffen es die wenigsten Ideen bis in den Markt.

    Die direkten Renditeerwartungen für Investitionen in die frühen Phasen von Unternehmen (Seed-Money) sollten nicht zu hoch angesetzt werden. Die Idee der 0.5% der Pensionskassengelder in den Start-up-Bereich zu Investieren, dürfte aber einen sehr grossen Effekt auf den Wirtschaftsstandort Schweiz haben. Ich erwarte eine Dynamisierung, wie man sie seit über 100 Jahren nicht mehr erlebt hat. Wohl werden diverse Start-ups mit wehenden Fahnen untergehen – trotzdem werden sie in den Märkten positive Spuren hinterlassen nur schon durch die Herausforderung der etablierten Marktteilnehmern. Diese Dynamik wird sich positiv auf die Unternehmen in der Schweiz auswirken, was zu entsprechenden Wertsteigerungen führen wird im Portfolio der restlichen 99.5% unseres Alterskapitals. Auch Immobilien sind nur dann werthaltig, wenn sich die Schweizer Volkswirtschaft positiv entwickelt! Wir haben so grosse Summen in der Altersvorsorge angelegt, dass man deren volkswirtschaftlicher Effekt nicht einfach ausblenden kann.

    Sorgfältig muss man bei der Ausgestaltung der Umsetzung sein. Die Bedingungen sollten nicht zu restriktiv sein. Alles soll darauf angelegt sein, den Wettbewerb unter den Ideen zu fördern. Das primäre Ziel soll nicht die Start-Up-Förderung sein, sondern dass möglichst viele neue und ganz unterschiedliche Ideen und Geschäftsmodelle den Weg in den Markt finden. So sollten auch etablierte Firmen z.Bsp. als Co-Investoren oder auch als Gründer neuer Unternehmen von diesem neuen Markt profitieren dürfen – das Ziel soll die Steigerung der Innovationskraft der gesamten Wirtschaft sein!

  13. 13

    Niemand bestreitet den positiven Effekt zusätzlicher Investitionen/Anlagen in Startups.
    Die Pensionskassen dazu zu verpflichten ist schlicht und einfach der falsche Weg.

  14. 14

    Kennen Sie einen besseren? Regulatorisch betrachte ich dies als die einfachste Variante. Machts der Staat direkt, so wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst bestimmen, wo investiert wird - ob da die richtigen entscheide gefällt werden? Mit der vorgeschlagenen Lösung entsteht ein echter Wettbewerb und profitieren tun alle, wenn der Volkswirtschaftliche effekt positiv ist.

  15. 15

    C’est bien, mais il n’y a aussi des petites entreprises qui ont besoin de fonds. En général, le financement vient souvent, en partie, des proches, des amis et de la famille. Pourquoi ne pas envisager un abattement fiscal important sur les montants investis par les privés dans une nouvelle société?

  16. 16

    [...] FDP will, dass Pensionskassen (PKs) 0,5% ihrer Gelder obligatorisch in Startups investieren (Blogbeitrag der FDP). So sollen über 10 Jahre 3 Mrd. SFr. zusammen kommen. Es ist jedoch kaum vorstellbar, dass sich [...]

  17. 17

    Anstatt das Geld zur Förderung von Start-ups bei den Pensionskassen einzufordern, könnte man auch Teile von Bonuszahlungen im Finanzsektor in Fonds zur Förderung von Jungunternehmen umleiten - taugt der Fond was, kann man das eingebrachte Kapital wieder zurückzahlen, den allfälligen Gewinnn kann man weiter investieren.

  18. 18

    Zwei Überlegungen zu dieser Forderung

    - Die Prämisse “Start-up = gut” gilt nicht für jedes start-up-Unternehmen. Findet ein Start-up keine Geldgeber, so hat dies viele Gründe. Vermutlich in erster Linie diesen, dass die Idee nicht vielversprechend ist und sich deshalb keine Investoren verpflichten wollen. Gerade das Vorsorgegeld in evt. nicht so aussichtsreiche Firmen zu stecken, scheint nicht sehr vorsorglich zu sein. Die hohe Rendite, die erwähnt wird, hängt wohl mit einem hohen Risiko im Start-up Umfeld zusammen

    - Das BVG-Wesen ist auch so überreglementiert. Dies müssen wir nicht noch ausbauen; im Gegenteil. Es ist überhaupt nicht liberal, die PKs zu einer bestimmten Investition zwangszuverpflichten. Ein erster Schritt in eine falsche Richtung - irgendwann kommen wir dabeu an, grad das gesamte Investitionsportfolio einer PK vorzugeben…

  19. Christian Bütikofer
    Mittwoch, 19. August 2009 10:56
    19

    Die Idee ist gut und auf den ersten Blick bestechend. Ich meine mit den meisten Vorrednern, dass ein Zwang zur Anlage in Start-Ups Missbräuchen Tür und Tor öffnet, und dass das als nicht marktkonforme Massnahme zu Wirkungen führt, die wir nicht wollen (vgl. Kobra-Effekt).

    Vielleicht würde es mehr bringen, wenn der Staat den Jungunternehmern weniger wegnehmen würde, also die Praxis der Steuererleichterungen für Jungunternehmen so angepasst wird, dass sie nicht nur für reiche Investoren erreichbar sind (noch immer gibt es Minimalbedingungen wie soundsoviele Arbeitsplätze gleichzeitig schaffen etc.pp.).

  20. Andrea Claudio Caroni
    Mittwoch, 19. August 2009 11:18
    20

    Ich unterschreibe Brendas Kommentar.

    Die Subprimekrise entstand unter anderem deshalb, weil gewisse parastaatliche Institute (Fannie Mae, Freddie Mac) in den USA zur Mission hatten, Kredite zu sprechen, die unter vernünftiger betriebswirtschaftlicher Betrachtung nicht gegeben worden wären.

    Warum nun sollen wir unsere Pensionskassen und damit die (Zwangs-)Altersersparnisse unserer Bürgerinnen und Bürger für ein noch um einiges riskanteres Geschäft (Start-Up-Förderung) einsetzen, als es Hypothekarkredite zu sein schienen?

    Die Überlegung ist simpel: Entweder lohnt es sich für einen Investor, in Start-Ups zu investieren. Dann braucht es keinen Zwang zur PK-Intervention; diese können dann je nach Risikostrategie freiwillig investieren. Oder es lohnt sich nicht. Dann sollen aber auch die PKs unser Geld nicht dafür aufs Spiel setzen.

  21. 21

    Das ist nun wirklich das letzte, was wir brauchen: neue, zusätzliche Vorschriften für die Pensionskassen, eine absolut unfreisinnige Idee, die man am besten sofort in der Versenkung verschwinden lässt! Wie es weiter oben schon geschrieben wurde: Hände weg von unseren Altersvorsorgegeldern!

  22. 22

    Die Idee ist gut. Die PK-Gelder gehören aber den Versicherten. Besser wäre das Ausräumen der Steine auf dem Weg zur Selbständigkeit… Behördenlehrläufe etc. Viele schreckt auch ab, wenn sie eine GMBH od. AG gründen und es nicht richtig läuft, dass sie keine Kurzarbeitsgelder od. Arbeitslosengelder bekommen. Obwohl sie bei der eignen Firma angestellt sind. (Sie dürfen nur einzahlen, aber nichts beziehen… nicht gerecht

  23. 23

    Meine Bachelorarbeit, welche ich in diesem Jahr verfasst habe, widmete ich zum Thema “Private Equity Asset Allocation von Schweizer Pensionskassen”.

    Die Ergebnisse aus der qualitativen Untersuchung verdeutlichen klar, dass bei vielen Pensionskassen der Wille vorhanden ist in Private Equity zu investieren und ihr Engagement seit dem Jahr 2000 stark ausgebaut wurde. Die PK’s welche bereits heute in Private Equity investiert sind, haben oft einen übermässige hohen Anteil in StartUp-Unternehmen alloziieren. Diverse bekannte Private Equity Experten wiesen jedoch darauf hin, dass das Risiko/-Performance-Profil von StartUp-Investments weniger für Pensionskassen geeignet sind. (Start-Up investments weisen aufgrund ihrer Unternehmenslebenszyklusphase eine sehr lange J-Kurve auf). Rein aus Investorensicht sollte folglich eine Investition in Unternehmen vorgenommen werden, welche in einem späteren Lebenszyklus stehen (bspw. Buy-Out, IPO etc…)
    Nicht zu wiederlegen ist allerdings die Tatsache, dass Private Equity eine sehr interessante Anlageklasse für Pensionskasse darstellt. Neben einem attraktiven Risiko-/Renditeverhältnis beinhalten Private Equity-Investments ein grosses Diversifikationspotential.
    Persönlich erachte ich es als Sinnvoll wenn PK Investitionen in Private Equity (als ganzes, und nicht nur StartUP’s) gefördert werden. Allerdings unterstütze ich das Statement von Brenda Maeder. Bei Rendite und Risiko müssen immer im Verhältnis zueinander gesehen werden. Eine Regulierung, bzw. ein Zwang zu Investition in StartUP würde mit Sicherheit zu einer Fehlallokation führen, welche sich schlussendlich wieder in der Rendite der Vorsorgegelder niederschlagen wird. Viel mehr sollten Private Equity Investitionen gefördert werden, indem beispielsweise das Wissen für solche Investitionen innerhalb von Pensionskassen erarbeitet wird. Der Beitrag der Politik besteht darin einen geeigneten Rahmen (Steuer, Rechtsformen für Kapitalgesellschaften etc…) zu schaffen. Auf einem effizienten Kapitalmarkt sollte es dann automatisch zu einer wünschenswerten Kapitalallokation kommen. Die von der FDP.Die Liberalen vorgeschlagene Massnahme hat das Grundsätzliche Problem erkannt - die Umsetzung erachte ich jedoch als nicht geeignet.

  24. 24

    Das Grndproblem ist die KMU Feindlichkeit des BVG’s. Der grösste Teil der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz arbeit in KMU Betrieben, das Geld der BVG’s dürfen/werden aber in Grossbetrieben investiert.
    Mündelsicher wie Swissair, UBS etc.
    KMU subventionieren so Grossbetriebe:

    Forderung: Mindestest 50% des Kapitals dass von KMU’s stammt, muss wieder in KMJU’s
    investiert werden.

  25. 25

    Sicher nicht! Es kann nicht sein, dass die FDP “Weniger Vorschriften” will und dann diese Idee. Hier soll sich der freie Markt durchsetzten. Wenn die Investitionen sehr rentabel und sicher sind, dann werden sie auch von den Pensionskassen getätigt.

  26. 26

    Beweist die Studie der ETH wirklich, dass sich Investitionen in Startups lohnen?

    Zeigt sie nicht eigentlich vielmehr, dass an der ETH sehr rentable Spin-offs entstehen?

  27. 27

    Dies ist der wichtigste Vorschlag von allen. Alle wollen Unternehmer beraten und gute Rahmenbedingungen schaffen aber niemand gibt ihnen Geld. Insbesondere für neue Technologien sind Investitionen nötig, deren Rücklauf erst mittelfristig erfolgt.

  28. 28

    Weil zuviele Unbekannte das System bestimmen, lassen sich die Erfolgsaussichten einer solchen Investition weder errechnen noch simulieren. Somit handelt es sich um ein Spiel mit definiertem Einsatz und unklarem Gewinnausgang: Sowohl Totalverlust als Vielfachgewinn sind möglich.

    Dies legt den heuristischen Ansatz des trial and error nahe und die Grundsatzfrage lautet: Soll Altersvorsorge als Spieleinsatz verwendet werden?

    Ich denke, die Schweiz könnte sich - zwar mit bangem Gewissen - eine derartige Versuchs-Investition in ihre Zukunft leisten, denn der Totalverlust ist erstens unwahrscheinlich und zweitens kalkulierbar.

    Wer nichts wagt, der nichts gewinnt und absolute Sicherheit gibt es nicht.

  29. 29

    Ich selbst habe als Jungunternehmerin ein solches Startup-Programm der Hochschulen besucht und bin der Meinung, dass diese innovative Idee der Finanzierung von Startups es besonders jungen Akademiker erlauben wird, ihre Idden umzusetzen und ihr grosses Wissen somit vermehrt in die Wirtschaft fliessen kann. Ich denke es wird sich sehr positiv auf unseren Wirtschaftsmarkt auswirken

  30. 30

    Ich selbst habe als Jungunternehmerin ein solches Startup-Programm der Hochschulen besucht und bin der Meinung, dass diese innovative Idee der Finanzierung von Startups es besonders jungen Akademiker erlauben wird, ihre Ideen umzusetzen und ihr grosses Wissen somit vermehrt in die Wirtschaft fliessen kann. Ich denke es wird sich sehr positiv auf unseren Wirtschaftsmarkt auswirken

  31. 31

    Jeder Schweizer, jede Schweizerin soll ein Mal im Leben gratis eine GmbH gründen dürfen.

  32. 32

    Ich bin Präsident eines Vereins, der drei Jungunternehmerzentren (Flawil, Wil, Wattwil) führt. Es ist illusorisch zu meinen, man könne 0,5 % der PK-Beiträge für einen solchen Zweck abzweigen. Wichtiger ist: Das SECO und die kantonalen Wirtschaftsämter müssen zusammen mit den Gemeinden über das ganze Land regionale Anlaufstellen für Jungunternehmer gründen. Aufgaben: Beratung/Coaching der Jungunternehmer (Mithilfe bei der Ausarbeitung von Businessplänen, Versicherungsfragen, Räumlichkeiten, etc.). Das Problem ist nicht das fehlende Kapital, sondern die komplizierten und vielen Vorschriften, die heute beachtet werden müssen, wenn man als Jungunternehmer starten will. Wir machen die Beratungen mit einer renommierten privaten Beratungsfirma. Wenn dann ein Businessplan auf Herz und Nieren geprüft und ausgereift ist, dann ist es viel einfacher, bei einer Bank einen Kredit zu erhalten.
    Wohlgemerkt: Diese regionalen Anlaufstellen stehen allen Personen und allen Branchen offen, auch dem Coiffeur-Salon-Gründer, dem Schreiner, dem Tüftler mit einem technisch interessanten Produkt, usw.
    Wir müssen “gründerfreundlicher” werden und eine positive Stimmung für Gründungen bewirken.

  33. 33

    Nachtrag zu meinem Kommentar: Wir haben in den letzten 9 Jahren 470 Personen beraten. Zusammen haben diese beratenen Jungunternehmer/innen über 700 Arbeitsplätze geschaffen.

  34. 34

    Förderung von New Ventures finde ich gut. Nur widerspricht das Anlageziel einer PK dem Risiko von Anlagen in New Ventures.

  35. Christoph Zürcher
    Sonntag, 23. August 2009 20:44
    35

    Als (freisinniges) Mitglied eines Verwaltungskommission einer PK lehne ich diese Idee bedingungslos ab.Mit Pensionskassengeldern darf unter keinen Umständen gespielt werden. Jedes einzelne der bereits genannten Argumente dagegen ist richtig.Politisch ist die Forderung ein Himmelfahrtskommando: die FDP kann es sich nicht leisten als Rentenklau-Partei wahrgenommen zu werden. Nebenbei: die (bisher) treuesten FDP-Wähler sind Rentnerinnen und Rentner.

  36. 36

    Das hat nichts mit liberaler Politik zu tun.

  37. 37

    PK-Gelder haben bei Startups nichts verloren! Besser Gründung einer Nonprofit-Gesellschaft für Startups (ev. im Verbund mit gewerblichen Bürgschaftsorganisationen und kantonalen Wirtschaftsförderungen), mit Gross- und Kantonalbanken, Versicherungen, Universitäten und Wirtschaftsverbänden als Trägerschaft. Nebst einer guten Geschäftsidee, Businessplan, Risikokapital und Liquidität, benötigen Startups vorallem eine enge Begleitung durch einen erfahrenen “Götti”, der je nach Bedarf auf die erforderlichen Spezialisten (Technik, Produktion, Vertrieb, Marketing, Administration, Finanzen, Controlling etc) zurückgreifen kann. Nach 5 Jahren müssten die unverzinslichen Startup-Mittel sukzessive zurückbezahlt werden. Insbesondere den Grossbanken würde es - im Sinne einer teilwiesen Wiedergutmachung - gut anstehen, das Startup-Business in der Schweiz mit jährlichen à fonds perdu - Beiträgen und Human-Support zu unterstützen, statt Mrd-Beträge in den USA in “Shit-Ausleihungen” sinnlos zu verbraten!

  38. 38

    Viele Anregungen, wie und wer Start-ups fördern soll sind richtig nur ordnungspolitsch nicht vernünftig durchsetzbar. Da erscheint mir die Idee der FDP praktikabler. Wenn wir mit den PK’s in unserer Volkswirtschaft so viele Kapital binden ist es sinnvoll, dass wir auch Vorgaben machen wie das Investiert werden soll. Ich schliesse mich Statment 28 an. Ich bin überzeugt dass das Experiment gewagt werden soll. Die Idee, Steuergelder dafür einzusetzen ist nur halb so gut - da würde wohl der Staat entscheiden in was und wo investiert wird - das möchte ich weder in den Händen der Verwaltung noch der Politik sehen. Die Idee der FDP würde jedoch ein echter, heute faktisch inexistenter Markt schaffen.

  39. 39

    Interessanter Ansatz, allerdings dürfte die Umsetzung nicht ganz einfach sein (die geschätzten 3.5 Mia werden kaum sinnvoll platziert werden können)…

  40. 40

    Diese Idee könnte man unterstützen, wenn man nicht so viel Geld vernichtet hätte von den Verwaltern. Solange es Leute gibt die ohne Gewissen unsere Guthaben plündern und sich dann aus der Verantwortung ziehen, kann ich dem Vorhaben, nichts abgewinnen. Wurde doch die AHV schon mit Milliarden verzockt und das ohne Gesetzliche Grundlage. Krankenkasse Wildwuchs was soll man von den Kantonen dazu sagen die weiterhin ihre Spitäler ausbauen. Nein ich traue der Angelegenheit nicht. Außer der Staat übernimmt die Garantien für Verluste.

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