21. Förderung der Exzellenz auf Hochschulstufe
Gefragt ist ein Förderprogramm für vielversprechende Studierende, das über die nötigen strukturellen wie finanziellen Mittel verfügt. Deshalb soll im Rahmen des neuen Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes das Ziel der Hochschulfinanzierung nicht bloss die Ausbildung von möglichst vielen Absolventen sein, sondern ebenfalls die Förderung von Nachwuchstalenten.

Dienstag, 4. August 2009 1:56
Man betrachte einmal den Filz, den wir schon bei den nationalen Forschungsprogrammen haben. Vielversprechende Studierende fördern sich selber, wenn sie nicht durch Nivellierung gebremst werden.
Die Förderung von Talenten riskiert in jedem Fall eine Förderung der Schlechtesten zu werden.
Dienstag, 4. August 2009 17:12
Man sehe das Beispiel Deutschland mit der Excellenzinitiative… riesen Aufwand, wenig Output.
Dienstag, 4. August 2009 19:53
Markus und Peter
Nur Kritisieren ist eines, habt ihr auch eine bessere Idee wie man Excelenz förden kann aus euerer Sicht?
Mittwoch, 5. August 2009 17:52
Von Studi-Förderprogrammen halte ich nichts. Talente zu erkennen ist schwierig bis unmöglich, da Bestnoten noch keine Exzellenz garantieren. Bestenfalls werden Studis gefördert die ihren ganzen CV auf die Förderprogramme ausrichten. In den USA werden teilweise sogar die Freizeitaktivitäten danach ausgerichtet!
Das beste Studi-Förderprogramm ist immer noch eine gute Lehre. Und da sind unsere Unis/ETHs im internationalen Vergleich bestenfalls genügend. Die Förderung würde ich auf Doktoratsstufe ansetzen. Indem Studenten nach dem Studium eigene Projekte einreichen können. Dies würde Talente nicht nur Fördern, sondern auch Projektverantwortung übertragen. Wahrscheinlich müsste eine entsprechende Institution dem SNF angegliedert werden, aber auch angewandte Forschung unterstützen.
(Exkurs SNF, vielleicht wären da Reformen nötig! Zuviel kleine Könige selbstherrlich die Förderpolitik bestimmen und damit alle Forschungseinrichtungen zwingen sich danach auszurichten. Mehr und mehr machen alle das gleiche, da nur bei diesen Themen Geld fliesst! Anderes wird aufgegeben und führt zu einem dramatischen Wissensverlust.)
Mittwoch, 19. August 2009 11:35
Bei all der Diskussion um die Förderung der Hochschulen gehen leider die anderen Bildungsgänge wie z.B. die der Höheren Fachschulen verloren. Ich erwarte eine ganzheitliche Bildungspolitik und nicht nur den Fokus auf Akademiker. Die können sich die meisten KMUs sowieso nicht leisten.
Mittwoch, 19. August 2009 11:40
Ich bekomme jede Woche mindestens 1 Anfrage von einem Hochschulabsolventen bei dem ich bei seiner Studienarbeit helfen soll, weil es viel einfacher ist andere zu Fragen als selber nachzudenken. Mit einem solchen Programm könnten mich die Studenten dann bezahlen
Mittwoch, 19. August 2009 13:47
Die 21. Forderung trifft ins Schwarze. Interessant: Die Schweizerische Studienstiftung hat sich als gemeinnützige private Stiftung genau dieser Aufgabe verschrieben und fördert seit 1991 die Besten an allen Hochschulen der ganzen Schweiz. Übrigens zu 95% privat finanziert, werden heute rund 600 Studierende unterstützt. Es wäre sehr sinnvoll, hier noch mehr Talente aus bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen mit Stipendien gezielt fördern zu können. Da könnte man mit relativ kleinem Aufwand einen echten Unterschied machen und die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz nachhaltig stärken.
Donnerstag, 20. August 2009 14:03
Eigentlich ein Grundauftrag der Hochschulen. Besteht hier wirklich Handlungsbedarf?
Samstag, 22. August 2009 14:38
Ich verstehe diese Forderung nicht. Diese Förderung ist Grundauftrag und wird doch gelebt
Donnerstag, 27. August 2009 13:49
Die letzten vier Jahre habe ich an einer Fachhochschule berufbegleitend meinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik erarbeitet. Dabei musste ich feststellen, dass die „Förderung der Exzellenz“ zwar sehr wünschenswert wäre, aber bereits schon früher Probleme auftreten: Qualitätssicherung der Ausbildung auf Seiten der Fachhochschule ist sogut wie inexistent. Alle paar Jahre können die Studenten die Kurse beurteilen, aber Konsequenzen daraus gezogen werden keine. In vielen Diskussionen hat sich gezeigt, dass die Studenten für die Fachhochschule nicht viel mehr sind als ein notwendiges Übel um die Gelder von Bund und Kanton zu erhalten. Es braucht hier dringend eine unabhängige Instanz, welche die Qualität im Dialog mit den Studiengangsleitern, den Dozenten und den Studenten sicherstellt.
Montag, 31. August 2009 16:54
Der Begriff Excellenz ist etwas fragwürdig. Er tönt etwas elitär und erinnert an vergangene
Zeiten. Der im Text verwendete Begriff “Nach-
wuchstalent” tut es auch.