27. Forschungsstandort-Förderung

Der Innovationsstandort Schweiz ist seitens des Bundes gezielt zu fördern. Hierzu sind im Forschungsgesetz die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Diese ermöglichen auch die Schaffung eines Innovationsparkes, wie er auf privater Initiative auf dem alten Militärflugplatz Dübendorf geplant ist. Ein einheitlicher Auftritt der Schweiz soll die heutigen unkoordinierten Einzelaktionen von Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Kantonen ersetzen. Mit Hilfe einer gezielten Marketingkampagne sollen potentielle Innovationspartner von den hervorragenden Qualitäten des Innovationsstandortes Schweiz überzeugt werden.

26 Kommentare

  1. 1

    Das Projekt eines Innovationsparkes à la Nationalrat R.Noser ist auf einen Zeithorizont von 30 Jahren ausgelegt. Wer aber in der aktuellen Wirtschaftssituation eine nachhaltige Wertschöpfung für die Anrainergemeinden des Flugplatzes Dübendorf generieren will, müsste die bestehende wertvolle aviatische Infrastruktur erhalten um einer sinnvollen zivil-/militärischen Mischnutzung den Weg ebnen. Nur mittels Ansiedlung von aviatiknahen Unterhaltsbetrieben mit Hunderten von Arbeitsplätzen sowie die Errichtung von Lehrlingswerkstätten entsteht ein rasch realisierbarer Nutzen für die Region mit geringsten negativen Auswirkungen für die Umwelt. Über 60 Innovationspärke sind genug in der Schweiz, gefragt sind jetzt Arbeitsplätze sowie entsprechende Lehrstellen für Schulabgänger. Potentielle Firmen sind genügend vorhanden!

  2. 2

    Ein weiterer Wohlfühlplatz?

    Ich bin gegen jegliche aktive Forschungsförderung (Ausnahme Grundlagenforschung, die aber durch Wettbewerb der Unis indirekt gefördert wird). Invention und Innovation (vgl. Baumol - The Free Market Innovation Machine) entsteht bei guten Rahmenbedingungen. Bei aktiver Förderung gibt es zu viele Dead weight losses (Profiteure, die von der Förderung leben, ohne das geförderte zu tun…).

  3. 3

    Den Forschungsstandort Schweiz zu stärken und zu fördern kann nicht falsch sein. Im Gegenteil. Doch braucht es dazu einen neuen gigantischen Innovationspark? Muss die Innovation, was ja soviel heisst wie Neuerung, Erneuerung, Erfindung oder Reform, überhaupt zentralisiert werden? Kann man Innovationen in einer „Erfindungsfabrik“ so quasi am Fliessband produzieren? Die Meinungen darüber dürften wohl auseinander gehen. Die Geschichte zeigt, dass grosse Erfindungen meist im stillen Kämmerlein (oder einer Garage) geboren wurden. Abhängig vom Produkt werden natürlich grössere oder kleinere Forschungslabors und Produktionsanlagen benötigt. Doch ob diese Anlagen, nebst den Wohnvierteln und der übrigen Infrastruktur, welche für das von NR Ruedi Noser propagierte Projekt mit rund 25′000 Arbeitsplätzen benötigt werden, ausgerechnet auf dem Gelände des heutigen Flugplatzes Dübendorf angesiedelt werden müssten, muss in Frage gestellt werden! Ganz grundsätzlich stellt sich auch die Frage, ob nebst den bereits in der Schweiz bestehenden rund 60 solcher Parks mit gleicher oder ähnlicher Ausrichtung überhaupt ein Bedarf für eine zusätzliche Anlage solchen Ausmasses besteht und auch belegt ist! Nachgewiesen ist hingegen, dass, in den Gemeinden rund um den Flugplatz Dübendorf genügend Landreserven vorhanden sind um den Bedarf der nächsten Jahrzehnte abzudecken. Sogar mit Campus/Research-Park (Testplanung des Kantons / Medienkonferenz vom 8. Juni 2009). Und ganz sicher ist, dass der Flugplatz, einmal aufgegeben, nie mehr ersetzt werden könnte, auch nicht zu einem unerschwinglichen Preis! Demgegenüber prognostiziert das Planungsteam Güller Güller eine höhere Dynamik und Wertschöpfung für die Region bei einer Variante m i t Flugplatz!

  4. 4

    Lieber Markus Giesel,
    Es gibt in der schweiz heute keinen Innovationspark. Die 60 Technoparks in der schweiz machen etwas anders.
    Was wollen wir mit dem Innovationspark: Wir wollen die Forschenden Firmen die mit den ETHs und UNIS zusammenarbeit in die Schweiz hohlen so das sie auch in der Schweiz Forschen. In Lausanne entsteht jetzt so ein Park de Innovation. Die ETH Lausanne investiert ca. 0.5 Mia. für so einen Park. In der Deutschschweiz gibt es das nicht. Viele Projekt können von Privaten nicht gestartet werden, weil es weder an der ETH noch an der UNI irgen eine reserve gibt die noch nicht verplant ist.

  5. 5

    Einen Aviatikpark koennen wir auch in Emmen bauen, da hats einen Flugplatz,die RUAG und Pilatus ist auch nicht weit. Wir sollten das mit Duebendorf wagen.

  6. 6

    Es würde der FDP gut anstehen, die Anliegen unserer Landesverteidigung zu respektieren und ernst zu nehmen. Sowohl die Luftwaffen- als auch die Armeeführung sowie zahlreiche Milizverbände für eine glaubwürdige Armee haben sich für den Erhalt des Flugplatzes Dübendorf als unverzichtbare Basis für die Luftwaffe ausgesprochen. Die stillgelegten Flugplätze Raron und Turtmann im Wallis bieten sich für ein derartiges Projekt weitaus besser an und würden dem zurücktretenden glücklosen FDP-Bundesrat P. Couchepin aus demselben Kanton zu einer Ruhestands-Aufgabe verhelfen.

  7. 7

    Sehr geehrter Herr Noser

    Die Frage bleibt, ob es einen solchen Park überhaupt braucht um die Innovationskraft der Schweiz, oder vielleicht besser der in der Schweiz ansässigen Unternehmen, zu festigen und zu fördern. Meines Wissens stellt eine 1998 durch das Seco in Auftrag gegebene Studie den Bedarf in Frage (Der Stille Boom, 1999). Auch der ehemalige Chefökonom der economiesuisse soll sich zum Thema „Nationaler Innovationspark“ wie folgt geäussert haben: „….vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens eine Illusion zu meinen, die Welt würde auf Dübendorf warten und die ganze Innovationskraft der Schweiz liesse sich nur auf diesem Weg sichern“. Sollte hingegen das Bedürfnis nach einer monströsen Satelitenlösung, entgegen obigen Einschätzungen, tatsächlich mit harten Fakten und Zahlen nachgewiesen werden können, steht immer noch die Frage im Raum, ob diese unbedingt auf der letzten strategischen Landreserve im Kanton, dem Flugplatz Dübendorf, realisiert werden muss. Nicht nur ich meine NEIN! Die vom Kanton mit der Testplanung beauftragten Planungsbüros haben sich durchwegs dafür ausgesprochen, dass keine extensive Nutzung des Geländes angestrebt werden sollte. Und last but not least, bekanntlich ist der Flugplatz Dübendorf die letzte in der Evaluierung verbleibende mögliche zusätzliche Basis für die Luftwaffe. Dieser Vorgang sollte nicht durch die Anmeldung irgendwelcher anderer Ansprüche beeinflusst werden!

  8. 8

    Sehr geehrter Herr Peter (Nachname unbekannt)

    Falls Sie es übersehen haben sollten, Dübendorf hat seit bald hundert Jahren einen Flugplatz, und er wurde auch noch nicht aufgegeben, wie dies in letzter Zeit so oft und gerne von Flugplatzgegnern vorgegeben wird. Seine Infrastruktur ist hervorragend, es wurden in den letzten Jahren Steuergelder in Millionenhöhe investiert um ihn auf hohem technischen Niveau zu halten! Es soll also kein neuer Flugplatz entstehen (und schon gar kein „Aviatik-Park“), sondern die bestehende Basis soll von der Luftwaffe im jetzigen Rahmen weitergenutzt und zusätzlichem zivil-aviatischen Nutzen zugeführt werden. Diese würde eine rasch greifende Wertschöpfung garantieren!

  9. 9

    Werte Herren,
    Warum denn so negativ? Die Idee eines Innovationsparks in Dübendorf ist doch eine interessante Idee - selbst für jemanden, der nicht der FDP angehört! Ein solches Projekt kann die Innovationskraft der Schweiz sicher nicht im Alleingang sichern, aber das hat auch niemand behauptet. Es kann aber Wertschöpfung und Forschungsplätze schaffen, von denen noch unsere Kinder und deren Kinder profitieren werden. Geben wir der Idee eine Chance!

  10. 10

    Den Forschungs- und Industriestandort CH zu fördern, das wäre schon gut. Doch genau dies wurde von diesen Globalisierungs-Wahn-Sinnigen in den letzten 20 Jahren zerstört, mitsamt der Armee (weitestgehend wenigstens). Dass sie jetzt mit so einem Monsterprojekt kommen und die Leute glauben machen wollen, man würde damit den Forschungsstandort CH verstärken, tönt wie Hohn!

    Den Forschungsstandort CH allein zu fördern erachte ich als nicht sinnvoll. Forschung muss immer irgendwann auch einem Nutzen, sowie einem Bedürfnis entsprechen. Zuviel und zu lange hat die Forschung nicht gemerkt, dass sie bloss eine Glaubensgemeinschaft ist, wie dies eine Religion auch darstellt. Mit eben denselben Merkmalen (Hohepriester, Kochbücher, Alleinanspruch, Angelhaken).

    Und in diversen Gebieten ist die Forschung der industriellen Entwicklung hinten nach, kann somit nur bereits durch die Industrie Erforschtes und Appliziertes nachvollziehen (siehe Mechatronik: Bildverarbeitung, Industrieroboter, Raumfahrt, Kommunikation). Doch dies ist keine Innovation! Das haben wir erreicht durch Einkauf von Dozenten primär aus Deutschland, womit genau diese neoliberalen Kräfte genau unsern Forschungsstandort CH zerstört haben!

    Solange die Schweiz nicht Entwicklungsprojekte auf Gebieten freigibt, die Technologietreiber sind, ist dieses Gerede um Forschungsförderung in der CH leeres Geschwätz! Und Technologietreiber sind Elektronik, Waffensysteme, inkl. Simulatoren, Kerntechnik und Weltraum-Forschung, sowie -Anwendungen (kommerzielle). Und Bundesrat und eben diese neoliberalen Kräfte haben in den letzten 60 Jahren alles zerstört, unterbunden und hintertrieben, wenn solche Projekte vorhanden waren. So wurden auch vom Bundesrat in den letzten 60 Jahren fast alle rüstungspolitischen Schwerpunkte gestrichen, allen voran Kampfflugzeug- und Panzerentwicklung! – Nun sollen nicht eben diese zerstörerischen Kräfte sich als ‘geläutert’ hinstellen und einen Militärflugplatz zerstören, das Tor zu unserer nationalen Freiheit!

    Es sind diese neoliberalen Kräfte, die übrigens in Logen und Nobelclubs miteinander vernetzt sind, die mit dem EU- und Grenzöffnungswahn bereits ein geschwürartiges Wachstum von Städten und Dörfern bewirkt haben. Man sollte diese Typen in die Wüste schicken, damit sie dort ihre Luftschlösser mittels Sandburgen umsetzen können. Sie hintertreiben auch die Demokratie (siehe auch Wahlbetrug bei Abstimmungen).

  11. 11

    Es ist schon erstaunlich: Normalerweise ist ja zu erst der Bedarf nach etwas da und dann beginnt man nach freien Kapazitäten zu suchen.

    In diesem Falle waren die vermeintlich “freien” Kapazitäten (Flugplatz) zu erst da, und dann erst wurden die Bedürfnisse (Innovationspark, Null-Energie-Stadt, Parkanlage, Neubau Unispital etc…) “Konsturiert”.

    Der Innovationspark ist die sprichwörtliche Lösung auf der Suche nach einem Problem.

  12. Gérard Binnendijk
    Freitag, 7. August 2009 9:49
    12

    Innovationsstandort Schweiz – Innovationspark

    Die Schweiz braucht Innovation, wie alle anderen Nationen in dieser Welt auch.
    Konzeptionell und Strukturell.

    Es ist zu bezweifeln, ob dies mit einem Innovationspark erreicht wird.
    Keine Nabelschau.

    Innovation kommt von Innen; von der Industrie, vom Staat, von der Bevölkerung.
    Innovation in der Schweiz bedeutet: vorwärts ausgerichtet sein – das Land anpassen an die Anforderungen von morgen – für die nächste Generation. Wir brauchen eine Agenda 2020.

    Das bedeutet: Integration des Staates in Europa mit open minded policy und nicht rückwärts gerichtet. Keine Abgrenzung.
    Schranken politisch und wirtschaftlicher Natur sind abzubauen. Eine offene Gesellschaft schaffen, weiter entwickeln. Ohne die Identität zu verlieren.

    Ob diese Zielsetzungen mit einem Innovationspark erreicht werden, muss mit einem Fragezeichen versehen werden.

    Hitech, wie z.B. in Flugzeugbau oder im Feld der Aviatik geht in die richtige Richtung. Die Strukturen sind bereits vorhanden. Mit vielen Steuermillionen vorfinanziert. Also vom Volk.
    Man sollte ein Kompetenzzentrum einrichten. Der Flugplatz Basel hat neue Luftfahrtindustrieunternehmen angezogen und gezeigt wie es gemacht wird. Den Standortvorteil „Dreiländereck“ ausnutzend. Das sichert und schafft Arbeitsplätze, schafft Kompetenz, stärkt den Wirtschaftsstandort Schweiz. Dies kann ebenfalls mit weiterem Flugbetrieb verbunden werden. Anzudenken wäre, welche Peripherie-Industrien mit angesiedelt werden könnten. Andere Länder haben dies bereits vorgemacht.

    Der Standort Dübendorf ist europäisch gesehen ideal gelegen. Im Zentrum von Europa. Über alle Verkehrswege schnell erreichbar. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Kompetenz der Schweiz für die nächsten Jahrzehnte erhalten, ausbauen können. Der Staat hat die Infrastruktur bereits geschaffen. Nutzen wir diese Chance.

  13. 13

    Ganz und gar nicht. Es fehlt in der Schweiz an grossen, zusammenhängenden und gut erschlossenen Gebieten für Unternehmen oder eben für Innovationsparks. Ich erinnere nur an den Fall “Calmiz” ungefähr 2005. Der Flughaben Dübendorf ist eine Trouvaille. Bestens erschlossen, ideal gelegen zwischen einem starken Wirtschaftszentrum, Uni und ETZH und natürlich dem zivilen Flughafen. Diese Chance entgehen zu lassen wäre fahrlässig. Es ist richtig, dass man eine so clevere Idee umzusetzen versucht.

  14. 14

    Keine noch so ausgeklügelte PR-Aktion kann darüber hinwegtäuschen, dass die FDP als einstmals staatstragende Partei, plötzlich private Interessen höher gewichtet als die Anliegen unserer Armee, die N.B. nicht auf den Flugplatz Dübendorf verzichten will. Die Testplanungen des Kantons Zürichs haben zudem ergeben, dass es nicht Ziel sein kann, die letzte strategische Reserve des Kantons Zürich extensiv überbauen zu wollen. Warum die Initianten nicht auf die Idee kommen, die weite Fläche zwischen Wetzikon und Hinwil benutzen zu wollen, ist interessant.

  15. 15

    Diese einmalige Gelegenheit muss genutzt werden. Ich sehe wirklich keinen einzigen Grund, der gegen den Innovationspark spricht.

  16. 16

    Die Idee des Innovationsparks ist für mich als Akademiker eine dringend notwendige Investition. Wie auch ich in meiner Studienkarriere gemerkt habe, brauchen die Universitäten mehr Platz für Forschung und Entwicklung. Jedoch ist der Standort Dübendorf überhaupt nicht geeignet dafür, da er bereits für Entwicklung steht, nämlich die Entwicklung der Zukunft des Flughafens Zürich. Wenn Zürich in den nächsten 25 Jahren als Hub überleben will, ist es unumgänglich, dass die Privatfliegerei und die Businessfliegerei outgesourct werden. Und der Standort Dübendorf ist die perfekte Ausweichmöglichkeit mit vollständiger Infrastruktur, welche auch in finanzieller Hinsicht zu einem günstigen Preis zu haben wäre. Im Notfall wäre evt. zu diskutieren, ob sogar eine Parallelenutzung, d.h. Innovationspark PLUS Flughafen, möglich wäre (z.B. Verkürzung der Piste auf ca. 1.5km etc.). Ich denke, das Ganze wird letztlich wieder durch einen typisch Schweizerischen Kompromiss gelöst…

  17. 17

    Ach, die Ewiggestrigen … träumen von noch mehr Fluglärm in der Region Dübendorf: Früher waren es die Jets, heute sind es die Flüge von und nach Zürich-Kloten. Hinzu kommt Lärm durch Strassenverkehr und Eisenbahnlinien.

    Dübendorf braucht einerseits Lärmentlastung, sprich gar keinen Flugbetrieb mehr am Flugplatz Dübendorf, andererseits muss die Region aufgewertet werden, damit sich Arbeiten und Wohnen in Dübendorf wieder qualitativ lohnen – und man nicht bloss in Dübendorf arbeitet und wohnt, weil anderswo keine Möglichkeit dafür besteht, beispielsweise aus finanziellen Gründen.

    Jede nicht-militärische Nutzung ist produktiver als eine militärische. Und jede nicht-aviatische Nutzung ist produktiver als eine aviatische. Die heutige Aviatik der billigen Massenmobilität, die ihre Lasten auf die Allgemeinheit abwälzt, ist zum Tod verurteilt – Peak Oil sei Dank! :)

  18. 18

    Lärmentlastung…6 Jahre Baggger-, Planier-, Bohr-, und Lastwagenlärm für den Bau von “moderner”, regional aufwertender Infrastruktur…aber lassen wir das Nörgeln und argumentieren produktiv: à propos “ewiggestrig”, wenn der Flughafen Zürich den Wettbewerb gegen München, Mailand und Frankfurt verliert und ein grosser Teil der Swiss von der Lufthansa an andere Hubs verteilt wird, dann wird die Schweiz und v.a. der Kanton Zürich wirtschaftlich wieder im “gestern” sein. Solche Argumentationsansätze sind jetzt auch in einer Studie des Thinktanks avenir suisse erschienen. Die Argumente der avenir suisse sind mehr als treffend, die Probleme rund um die Entwicklung des Flugbetriebs Zürich/Dübendorf muss unbedingt eine Taskforce des Bundes behandeln.

  19. 19

    Zu Kaspar Zimmermann: Mir ist jeder Neo-liberale lieber als jeder Altkommunist..!
    Sie haben ein ausgeprägtes Feinbild.
    Kompromisse im Falle des Flugplatzes Dübendorf halte ich nicht für opportun, da solche - wie die Erfahrung zeigt - meist ohnehin faul sind!
    Fluglärmgegnern kann man nebst den Investitionen für die Nutzung als GA-Flugplatz (GA=General Aviation) auch die Erstellung einer Spezialklinik für Neurotiker zugestehen.
    Grundsätzlich wird der bald 100jährige Flug-
    platz NICHT aufgegeben! Er soll Zivil- und Militärplatz werden. Weitere Zig-Hektaren sollen einer wirtschaftlichen Nutzung zuge- führt werden. Eine Kurzverbindung vom Platz aus in die weitere Agglomeration ist durch eine SWISS-METRO zu bewerkstelligen! Übrigens:
    Peak Oil interessiert nicht mehr lange, da man mit den Versuchen mit Wasserstoffperoxyd-
    Mischungen schon relativ weit fortgeschritten ist. Die grossen Oelfirmen können sich langsam Gedanken über die weitere Verwendung ihres “schwarzen Goldes” machen.

  20. 20

    Ein Innovationspark kann in der Schweiz an fast jedem beliebigen Ort geschaffen werden - Flughäfen können kaum weitere gebaut werden. Dennoch nimmt der Flugverkehr langfristig klar zu. Wie heikel Flughäfen aber sind, dürfte uns der Fall Kloten in aller Deutlichkeit vor Augen geführt haben.

    Es wäre deshalb verheerend, bestehende Flughäfen und -plätze - gerade in so attraktiver Lage wie Dübendorf - mit Nutzungen zu überbauen, die gut auch in Zug oder Olten stehen könnten. Aus internationaler Sicht sind diese Gebiete so nahe, dass man gut von “Vororten” von Zürich sprechen kann, ohne dass dies herablassend gemeint ist.

    Und was machen wir, wenn das Stationierungskonzept Luftwaffe 2030 (das ja irgenwann auch mal kommen wird) einen klaren Bedarf nach einem Flugplatz in der Ostschweiz aufzeigen wird?

  21. 21

    Der Flughafen Dübendorf ist wohl die grösste und wertvollste, erschlossene Landreserve im Kanton Zürich. Das dadurch Begehrlichkeiten, (insbesondere von der Planer- und der Politikerkaste und von Immobilienhaien ausgehend) entstehen, ist leider verständlich. “Innovationsparks” hat es in der Schweiz und im naheliegenden Ausland zu genüge. Weder die militärisch (fliegerische-) Nutzung, noch die Nutzung durch Rettungsdienste (Rega etc.) dürfen in Frage gestellt werden. Wo in Europa gibt es in unmittelbarer Nähe eines Finanzzentrums ein so hervorragend erschlossenes Gelände, wie das Areal des Flughafens Dübendorf. Ein Ausbau der Infrastruktur zwecks (verstärkter-) Nutzung durch Flächenflugzeuge (inkl. GA) muss deshalb auch ins Auge gefasst werden. Naheliegend ist, sollte der Bund dazu Hand bieten, das aviatiknahe (Forschungs- und Wartungs-) Betriebe und andere Unternehmen mit hoher Wertschöpfung angesiedelt werden. Daraus resultierte die Schaffung einer grossen Anzahl neuer Arbeitsplätze im Glattal (und eine massgebliche Steigerung des aufgrund der unglücklichen Demographie ungenügenden Steuersubstrates der Stadt Dübendorf). Einen lokalen “Innovationspark” zu fördern, käme der Verschleuderung von Steuergeldern gleich!

  22. 22

    Wir haben praktisch keine aviatiknahe Industrie. Wie damit mehr Arbeitsplätze als bei einem Innovationspark oder jeglicher anderweitigen Nutzung entstehen sollen, ist mir rätselhaft. Ein Innovationspark könnte ein Keim für zukünftige Global-Player sein. Nebenbei: So ziemlich alle sind froh über die Schliessung des Flughafens, eine Lärmquelle weniger!

  23. 23

    Um es vorwegzunehmen, es geht mir nicht darum, das Projekt eines „Nationalen Forschungs- und Innovationsparkes“ per se zu bekämpfen. Es scheint mir aber wichtig, dass sich die Verantwortlichen auf allen Stufen im Klaren sind, dass mit der Anmeldung von Gebietsansprüchen auf das Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf und dem diesbezüglichen Lobbying, noch bevor ein endgültiger Entscheid gefallen ist, ob diese Basis vom Bund tatsächlich aufgegeben wird, dieser Entscheidungsprozess in unzulässiger Weise beeinflusst wird. Dies ist m.E. umso bedenklicher, wenn man nachstehende Tatsachen in die Überlegungen mit einbezieht.

    Die Initianten eines Nationalen Forschungs- und Innovationsparks orientieren sich offensichtlich am Modell des „Campus“ wie man es vor allem in den USA kennt. Eine Konzentration der Kräfte, bzw. Resourcen, macht sicher Sinn in Ländern wie den USA, wo zu überwindende räumlichen Distanzen um ein vielfaches grösser sind als in unserer kleinen Schweiz und wo sich diese Hochschulgelände sehr oft „out in the green“ befinden. Hier bei uns, besonders auf dem Platz Zürich, sind die Hochschulen und Universitäten bereits sehr gut vernetzt. Die Hörsäle, Seminarräume und Institute sind grösstenteils inmitten der Stadt angesiedelt, andere in peripheren Quartieren oder in der unmittelbaren Umgebung. Zudem bestehen ehrgeizige Pläne für das Hochschulgebiet Zürich-Zentrum. Am 8. September 2006 wurde von der damaligen Baudirektorin, Ursula Gut, der Masterplan für die nächsten Jahrzente der Öffentlichkeit vorgestellt http://www.sk.zh.ch/internet/sk/de/mm/mm2006q3/hochschule.html
    Im Entwicklungsplan „Hochschulgebiet Phase 2“ ist z.B. nachzulesen: „In Anbetracht des erheblichen städtebaulichen Potenzials werden im Hochschulgebiet Zürich-Zentrum grosszügige Neubauten und eine klare Freiraumstruktur geschaffen“. Die Planungsteams sind sich einig, die Platzreserven auf Stadtgebiet sind ausreichend! Unabhängig davon, ist auf dem Hönggerberg die Science-City der ETH bereits am entstehen (Hochschulcampus und Stadtquartier, gemäss Slogan auf der Website http://www.sciencecity.ethz.ch/ ist Science City „ein Modell der Universität des 21. Jahrhunderts und versteht sich als Ort, der Wissenschaft, Unternehmenswelt und Öffentlichkeit verbindet“.) Die Verkehrsanbindung in der Region und im ganzen Land ist einmalig! Die Wohnsituation lässt nichts zu wünschen übrig. Nicht umsonst nutzt „Greater Zurich Area“ http://www.greaterzuricharea.ch diese Tatsachen in Ihrer Werbung für den Standort Zürich!

    Vor diesem Hintergrund erscheint die Frage berechtigt, ob der Bedarf für zusätzliche Forschungsstätten und Wohnraum in dem von den Initianten anvisierten Ausmass wirklich ausgewiesen ist. Wie dem auch sei, gegebenenfalls wäre ein solcher, allenfalls redimensionierter Park anderswo, auf jeden Fall ausserhalb des Flugplatzgeländes zu realisieren, wie dies z.B. auch in einer vom Regierungsrat des Kantons Zürich in Auftrag gegebenen Testplanung des Teams Güller Güller aufgezeigt wird (http://www.baudirektion.zh.ch/internet/bd/de/medienforum/Medienmitteilungen/131.print.html).

  24. Christian Bütikofer
    Mittwoch, 19. August 2009 11:03
    24

    Innovationspark, das tönt natürlich sehr gut. Aber auch hier nur auf den ersten Blick bzw. bei erstem Hinhören. Danach kommen die Fragen auf. Warum muss der Staat - also sicherlich der unfähigste Innovationsförderer - Innovationen in der Wirtschaft fördern? Warum muss der Staat dazu seinen Bürgern Geld abnehmen, das er dann in ein Projekt mit zweifelhafter Effizienz wieder investiert (natürlich mit den üblichen Reibungsverlusten in der Verwaltung…)? Wenn wir die vernünftigen Rahmenbedingungen schaffen können, wird die Wirtschaft selbst auf die Idee kommen, Innovationen in der Schweiz zu entwickeln. Der Staat kann und muss sich in der Grundlagenforschung engagieren, das tut er mit grösstem Erfolg. Die Anwendungen und Innovationen muss die Wirtschaft entwickeln. Wären Brin und Page im Innovationspark Dübendorf tätig gewesen, so gäbe es heute wohl keine Firma namens Google, sondern irgendwelche Projekte mit Experten, in denen Steuergeld verbrannt wird.

  25. 25

    Grundsätzlich eine gute Idee. Aber: Ist sie in unserem föderalistischen Staatsgebilde umsetzbar? Ich denke, dass sich vor lauter Partikularinteressen nicht einmal ein gemeinsamer Standort finden liesse.

  26. 26

    Mir gefällt die Idee.
    Die obige Formulierung ist ja nicht so eng, dass nur Dübendorf in Frage kommt.
    Die Frage soll es nur ein Standort sein?

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